…ist schneeweiß, hat 4 Beine, ist temperamentvoll, verfressen und sowas von schmusig…und hört auf den Namen Tommy 
ist 9 Wochen alt und wenn man es genau nimmt, dann haben nicht wir ihn uns ausgesucht, sondern er uns!
Nun… seit der traurigen Geschichte mit Yuna haben wir uns schon öfter im Tierheim nach einem neuen Wuffel umgesehen, natürlich im vollen Bewusstsein, dass man ein Tier nicht wirklich ersetzen kann. Und eigentlich wollten wir uns ja auch ein bisserl mehr Zeit, wobei wir andererseits aber auch wieder auf ein kleines Weihnachtsfehlgeschenk gehofft haben, was dann leider irgendwann im Heim gelandet ist. So waren wir hin und wieder da, haben aber eigentlich nie DEN Hund gesehen, wo wir spontan gesagt haben: DAS ist er… Außerdem hatten wir klare Vorstellung: es sollte wieder ein Hundemädchen sein, nicht älter als 6 Monate und nur halb so groß wie Benji und wie Yuna war.
Doch meistens kommt es ja anders als man denkt… Und vorgestern kam ein Anruf: wir haben 3 ausgemusterte Labrador-Retriever-Welpen da, 8 Wochen alt, schneeweiß und die sind sofort abzugeben; auch einzeln. Aha… Benjis Kaliber… *mhmmm…
Zwei Stunden später waren wir im Tierheim und haben die drei Kleinen durch die Tür beobachtet. 3 kleine, weiß Wollknäuel, lebhaft mit Bällen beschäftigt – ein Gewühle und Gequiecke in der kleinen Box und uns lief das Herz über… Sowas von knuffig!
Wenig später durften wir dann rein zu den Hunden, eines hat sich gleich verkrochen, ein anderes machte sich gleich über Pascals Schuhe her und der dritte sprang an mir hoch und zeigte ganz deutlich, dass er auf den Arm wollte. So hab ich mich erstmal gebückt, ihn meine Hände riechen lassen – und dann schnupperte er, dass ich meine Hundejacke an hab; die, die ich immer zum Gassigehen anziehe, wo meistens einige Leckerlies in den Taschen sind und da zielte sein Näschen voll drauf ab… er sprang an mir hoch, krallte sich blitzschnell an der Jacke fest und versuchte da rein zu krabbeln… Wedelte mir mit dem Schwanz um die Nase, streckte mit den kleinen Popo ins Gesicht und wühlte in der Jacke rum. Nachdem ich ihn dann erstmal befreit hatte und festgestellt hab, dass es ein kleiner Hundemann ist, hab ich ihn erstmal wieder auf den Boden gesetzt – abe der junge Mann dachte nicht dran da zu bleiben – er sprang wieder auf meine Beine und ab in die Jacke…
Ein Blick zu Schatzy und unseren Kleinen – strahlende Gesichter und der Würfel war gefallen: das wird unser neuer Hundefreund und Benjis Spielgefährte! Das Rüdenproblem ist geklärt, weil der Lütte noch so klein ist und sich zwangsläufig unterordnen wird und zudem kommt er unters Messer, was das männliche Imponiergehabe dann noch ein Stück weiter eindämmen wird.
Mittlerweile hat sich der Kleine hier wunderbar eingelebt, spielt, tobt, frisst und schläft im Wechsel, ist schrecklich gerne draußen und weiß auch, was er da als erstes erledigen soll. Klar verspielt er sich manchmal und kleckert ne kleine Pfütze irgendwo hin, aber im Zeitalter der Wischmops ist das alles kein Problem! Benji hat ihm gleich gezeigt wo es langgeht und wer das Sagen hat und Tommy fügt sich! Er ist auch neugierig und schlau genug zu kapieren was wir von ihm wollen, so hat er heute auch noch keine Anstalten gemacht aufs Sofa oder die Sessel zu springen. Aber sein Blick zeigt schon: ich würd ja zu gerne… *fg
Und mich hat er offensichtlich als sein Alphatier auserkoren… er verfolgt mich auf Schritt und Tritt und der Blick zu mir nach oben – zum Dahinschmelzen! Das war wohl Liebe auf den ersten Blick!
Wir sind glücklich mit unserem Spontanhund, Benji auch – nur die Katzen noch nicht; die versuchen natürlich ihn zu piesacken wo es nur geht – aber da Tommy ja noch recht ungestüm spielt und in allem was sich bewegt ein Spielzeug vermutet, haben sie erstmal den Rückwärtsgang eingelegt. Ob es nun Respekt oder ungutes Gefühl ist wissen wir nicht; auf jeden Fall beobachten die Schnurrer ihren Hundebruder erstmal aus sicherer Entfernung *lach
Und wir? Wir kriegen mal wieder nichts getan… wir müssen Hundebaby gucken, knuddeln und ihm beibringen wie man an der Leine läuft ohne sich die Beine zu verknoten….
Auch beim Getier bleib ich meinem Grundsatz treu; keine privaten Bilder im Blog… die sind wie immer bei den Tagtäumern